Ich gebe es zu. Ich bin kultureller Proamerikaner. Denn es ist einfach nuthin but the truth: Fast alles was mir an der Popkultur Spaß macht, stammt ursprünglich von Afro-Amerikanern. Alleine schon was dort in Talkshows abgeht und via Social Media auf unseren Radarschirmen landet - unglaublich. Ich meine, Talkmaster Jimmy Fallon hat die HipHop-Combo The Roots als Backing Band. The Roots? The Roots! Das ist so als wären bei “Gottschalk Live!” täglich Seeed für die musikalischen Einspieler verantwortlich. Und Moderator Fallon rappt sogar waschechte HipHop-Medleys falls Justin Timberlake mal wieder zu Gast ist:
Und wenn in der Show mal Präsident Obama Wahlkampf machen will, dann muss er das zu einer runtergegroovten “Slow Jam” von The Roots tun. Obama. Persönlich. Singend. Mit The Roots.
Kann man sich auch nur ansatzweise vorstellen, das Merkel-Steinbrück-Gabriel sowas bringen? Ok, Hannelore Kraft vielleicht. Mit De Höhner und dann als Karnevalssong. Denn bei uns ist eben Karneval Mainstream ist nicht Hip Hop oder Soul. Und deswegen könnte ein deutsches Publikum auch nicht den “Prince of Bel-Air”-Titelsong mitrappen. So wie diese US-Zuschauer hier, mit Will “Fresh Prince” Smith und Gary “Take That” Barlow am Keyboard:
Aber wenn bei uns schon funky nicht funktioniert - vielleicht dann mal “schwul” und “politisch unkorrekt”? In einer Person? Und das auch noch bei einer Preisverleihung? So wie Neil Patrick “How i met your mother” Harris und seine Performance “Broadway is not just for gays anymore”:
Meine Hoffnung: Das deutsche Mainstream-Format “Wetten dass?” wird mit dem deutschen Mainstream-Menschen Markus Lanz doch noch der epische Fail. Und dann übernimmt Jan Delay mit Seeed als Backing Band die Show. Und unser Mainstream wird auch mal cool. Ein wenig.
So wenig perfekt ich durchs Leben stolpere, so bin ich doch in einem winzigen Teilaspekt meines Alltags perfektionistisch: Meine persönliche Twitter-Timeline. Sie ist meine kleine Perfektionismus-Oase. Und ich finde es äußerst befriedigend, aufgrund meiner strengen “Follow”-Kriterien zu den obskursten Uhrzeiten unterhaltsame Tweets lesen zu können. Ganz im Gegensatz zu Facebook, wo ich trotz Filtern auch viel Schnarch von Leuten lesen, deren “Freundschaft” ich deswegen jedoch nicht aufkündige. Aber bei Twitter bin ich der Hardcore-Selector: Ich followe nur Accounts, die im Sinne meiner Aufmerksamkeitsökonomie “liefern”. Und zwar permanent. Und ja, beschimpft mich, gebt mir Tiernamen - ich nutze auch das Stalin-eske Säuberungstool “ManageFlitter”. Wer meint, wochenlang Twitter ruhen zu lassen, wird damit entdeckt und entfolgt*. Ich liefere Permanenz und erwarte Permanenz. Aber was macht darüber hinaus einen “follow”-würdigen Twitter-Account aus? Meine ureigenen und eher “bauchigen”, Kriterien dafür haben sich von 2009 bis heute geändert. Und ich will mir gar nicht anmassen, sie als allgemeine Kriterien für “gutes Twittern” zu postulieren. Heute würde ich z.B. meinem eigenen Account aufgrund der ersten Schnarch-Tweets nicht folgen. Denn als ich 2009 startete, machte ich das Langweiligste was man auf Twitter tun kann: Ich verlinkte nahezu unkommentiert auf “Social Media News”. Nicht falsch verstehen: Auch heute freue ich mich wenn meine Timeline (TL) mich auf wirklich Disruptives, WTF-haftes in SocialMedia-Hausen aufmerksam macht. Aber ich folge in meinem RSS-Reader bereits allen Mashables, TechCrunchs und t3ns dieser Welt. In meiner TL muss mir dann ein “WebZwoNuller84” nicht nochmal erzählen, dass die Facebook-Chronik jetzt 50 neue Pixel im Panoramabild erlaubt. Oder wenn, dann wenigstens persönlich kommentiert. Am besten im eigenen Blog. Ansonsten: Laaangweilig. Um den “Awesome”-Faktor in meiner als langweilig empfundenen TL zu erhöhen, folgte ich 2011 dann massiv der einzig wahren Twitter-Boheme: Den Favstar-Checkern. Das sind Leute wie schlenzalot, deren erfolgreiche Twitter-Existenz ausschliesslich in betont originellen 140-Zeichen-BonMots besteht. (btw: Den typischen Favstar stelle ich mir als einen leptosomen, mit viel Sprachwitz gesegneten Berliner in prekären Verhältnissen vor.) Favstars verlinken übrigens nie und sprechen auf Twitter nur mit ihresgleichen. So weit, so selbstreferentiell. Das war 2011, das Favstar-Kasperl-Theater habe ich längst wieder entfolgt. Aber warum folge ich jetzt Twitter-Accounts? Es sind momentan diese “Darum mag ich dich auf Twitter”-Kriterien:
Inhalte: Du verlinkst oder retweetest regelmäßig auf für mich unbekannte, spannende Quellen (gerne auch obskure Blogs!)
Austausch: Ich hatte mit Dir offline oder direkt auf Twitter schon einmal einen anregenden Dialog geführt
Kommentare / Meinungen: Du kommentierst (aus meiner Sicht) originell die Themen, die mich auch gerade interessieren.
Das ist jetzt natürlich furchtbar grob vereinfacht dargestellt. Aber sind diese Kriterien nachvollziehbar? Oder zu streng? Warum folgt Ihr Leuten auf Twitter? Und (hehe) genauso interessant, warum nicht?
P.S.: Ich folge grundsätzlich keinen Accounts, die im Profil Begriffe wie “Web 2.O Marketing”, “NLP-Training” oder “SEO-Profi” aufführen. Auch “Coach” ist oft ein Abtörner.
Was dürfen Fans mit dem Objekt ihrer Begierde anstellen? Die Frage klingt so platt. Aber seit Fans im ReadWriteWeb ganz schnell Inhalte teilen und remixen können wird sie dringlich. Irgendein MadMen-Fan (siehe Foto) hat einen ganzen Tumblr mit Montagen aus Don Drapers Gesicht gebastelt. Ein Fall von Urheberrechtsverletzung? Oder legaler Fan-Driven Content? Auf Twitter haben Fans eigene Accounts für die MadMen-Hauptdarsteller angelegt und spinnen die Serie dort weiter. Hier lobt Don Draper seine Agentur-Kollegin Peggy Olson für Überstunden:
.@peggyolson So….you stayed at the office & worked on Mohawk all weekend? You act as if you want a medal for doing your job.
Ist das cool oder ist das cool? Die Gründe, warum diese Art von Fan-Fiction immer wieder von Abmahnanwälten bedroht wird: Kontrollverlust und das Ausscheren aus der Verwertungskette. Die Rechte-Inhaber können halt weder den Don-Draper-Tumblr noch die Madmen-Twitter-Accounts kontrollieren. Und sie machen selbst keinen Gewinn damit. Jedenfalls nicht direkt. Denn natürlich ist jede Fan-Fiction immer auch eine Rückkopplung an das Original. Wer das nicht kennt, der hat daran auch keinen Spaß. Fan-Fiction ist also kostenlose PR von der besonders kreativen Sorte. Ich erinnere mich noch an meine allererste selbstgebastelte Website, so anno 1998: Dort platzierte und kommentierte ich Bilder meiner Lieblingsrapper aus der Oldschool-Ära. Das dies illegal sein könnte, hatte ich nicht einmal geahnt. Dann las ich von Klagen gegen Kelly-Family-Fans, die dasselbe taten wie ich. Es ging um Tausende von Euros gegen Teenager, die einfach nur “ihrer” Kelly Family online huldigen wollten. Und so ihre Begeisterung mit tausend weiteren Fans teilen wollten. Meine “Oldschool-HipHop”-Website landete nach solchen Abmahnungen schnell im Orkus. Heute schreibt das “Social Fangirl” Michelle Senn über ihr verhindertes Fandom zu einem Schriftsteller:
Ich schreibe auf meinem Blog einen Fanartikel über Sebastian Fitzeks neues Buch und ergänze das mit einem hübschen Bild davon – Ich mache mich strafbar. Ich teile das Bild des Buch-Covers auf Facebook – Ich mache mich strafbar.
1998. 2012. Ain’t a damn thing changed. Oder ist das alles aus irgendeiner Juristen-Perspektive doch richtig gut so? Ich verstehe das nicht. Hier noch eine launige Kurz-Doku zur Fan-Fiction ( via Leander Wattig).
Arm, aber mit Access. So laufen wohl heute Künstler-Karrieren dank des Web ab. Solche unsortierten Gedanken gingen mir nach dem Artikel über Grimes und ihre DIY-Karriere durch den Kopf. Und die Karriere ging etwa so: Die kanadische Musik-Nerdin Claire Boucher aka Grimes besitzt außer einem Internet-Anschluss nicht viel. Sie klickt sich durch einen seltsamen Musik-Kosmos aus Mariah Carey, Hildegard von Bingen und Apehx Twin. Dann bastelt Grimes mit der Apple-Software GarageBand eigene Tracks. Diese entsprechen ihrem sprunghaften, exzentrischen Medienkonsum im Long-Tail-Angebot des Web.
Sie lässt den Hörer in einem Meer von popkulturellen Andeutungen zwischen Science-Fiction, Videospielen und mittelalterlicher Mystik baden. Boucher selbst bezeichnet ihren Sound als »post-internet« und macht damit die unüberschaubare Vielzahl ihrer Einflüsse geltend.
Grimes Alben kosten sie in der Produktion weniger als 100 Dollar. Und sie sind als Free Download verfügbar, was das massenweise Verlinken und Sharen in Blogs beflügelt. Fan-driven Content sozusagen. Grimes wird “hip”. Die erste Anfrage nach einem Live-Gig führt zum netzwerk-extremistischen “South by Southwest”-Festival. Und da ihr Equipment in eine Laptoptasche passt und sie keine Mitmusiker hat, wird sie von unterbudgetierten Indie-Veranstaltern gerne gebucht.
Ich spiele auf vielen Festivals, weil es leicht ist, mich überall hinzubringen. Ich kenne viele Bands mit drei oder vier Leuten, bei denen das nicht geht, weil es finanziell nicht mehr zumutbar ist.
Der Weg von Grimes zum “post-internet”-Star hinterlässt bei mir ein zwiespältiges Gefühl. Einerseits fasziniert mich der “Instant Access” zur Musikerwelt, die Selbstermächtigung des Amateurs: Zugriff auf jede musikalische Nische dank des Web. (Super!) Billige Produktionsmittel wie GarageBand.(Yay!) Kostenlose Verbreitung & Netzwerkbildung durch Content Sharing in Social Media.(Awesome!) Andererseits ist so eine DIY-Karriere ohne Arbeitsteilung auch anstrengend. Als Dauerzustand jedenfalls. Aber die Faszination überwiegt, oder? Ach ja, und Grimes klingt wirklich ein bisschen wie Kate Bush….
Eigentlich ist das völlig paradoxer Shice - aber der Nerd ist anscheinend im Mainstream angekommen. Die arte-Doku Nerd-Alarm beschreibt diesen Trend treffend. Und mit dem Erfolg der Nerd-getriebenen Piratenpartei hat er sogar realpolitische Relevanz. Mich wundert das nicht: Mit der Digitalisierung des Alltags sind plötzlich alle Menschen mit einer Parallelwelt im Web konfrontiert. Und wenn Nerds etwas beherrschen, dann sind das Parallelwelten: Seien es Star Wars, Rollenspiele oder eben bei Nerds oft pseudonyme Existenz im Twitterverse. Ich selbst habe ja seit meiner Kindheit einen hohen Nerd-Anteil in mir. Mit meinen StarWars-Figuren etwa habe ich nicht nur nebenbei gespielt. Nein, ich habe zwischen 1980-1984 in der StarWars-Welt gelebt: Täglich dachte ich mir neue Dramen zwischen Darth Vader, Jabbas Monstern und hoffnungslos verlorenen Rebellen aus. Dieses Eintauchen in eine Parallel-Welt hat den schicken Namen Immersion - und hat mich von sozialeren Aspekten der Kindheit wie “Fußball” abgehalten. Später wurde ich zum Hip Hop-Nerd, der Cassetten voller Rap-Songs aus BFBS-Radioshows kompilierte. Dann kam die Spex, das Soziologie-Studium. Und ich wurde zum Theorie-Nerd, der in Pop-linken Parallelwelten hauste. Und so ging das immer weiter. In letzter Zeit bin ich wohl eher ein digitaler Nerd. Und daher ist mir die Gedankenwelt von Piratenpartei-Protagonisten wie Christoph Lauer auch irgendwie vertraut. Hier zB lacht wohl jeder Nerd herzlich mit:
Zugegeben, mein eigener Arbeitsbereich ist nicht gerade ein bodenständiges Handwerk. Und jaja, ich weiss, das der Buzzwordverbrauch bei den “Professionellen” des Social Web gewaltig ist. Aber was mich an Kritik wirklich nervt ist der “Hype”-Vorwurf von socialmedial Aussenstehenden. Ich meine damit nicht den kenntnisreichen, präzisierbaren Hype-Vorwurf gegenüber einem Quatsch wie Amen oder Draw Something der nächsten Sau, die gerade durchs Mashable-Dorf getrieben wird. Nein, ich meine den Lateinlehrer-Typus, der das Web als große Egalisierungsmaschine sowieso hasst und mir dann sowas sagt wie “Facebook ist doch nur ein Hype.” Auf Nachfrage zitiert er dann einen FAZ-Feuilletonisten, der wiederum einen launigen französischen Philosophen zitiert, der irgendwann mal diktierte, dass Facebook ein Hype sei. Oder so. Dieser Hype-Vorwurf ist psychologisch betrachtet eher der Versuch etwas Unangenehmes zu relativieren. Quasi das Gegenteil, der “Facebook wird uns alle versklaven!”-Hysterie. Und deswegen lässt sich so eine Quatschaussage auch nicht mit sexy Infografiken entkräftigen. Für diesen Kritiker-Typus waren Comics, Fernsehen und Computer früher auch nur “Hypes”. Ich selbst bin mit Hype-Vorwürfen bei digitalen Trends sehr vorsichtig. Pinterest hatte ich anfangs unterschätzt. Google Plus hatte ich überschätzt. Aber nach meiner Erfahrung liegt man mit der Bewertung des neuesten Socialdingsbums oft richtig, wenn man sich eine Frage beantwortet: Befriedigt es das Bedürfnis einer kritischen Masse von Menschen? Und diese Masse sollte man sich eher wie Homer Simpson und nicht wie Noam Chomsky vorstellen. Will sagen: Auch faule Mainstream-Menschen schauen sich gerne schöne Bilder an. Deswegen brummen Pinterest und Instagram. Aber nur sehr spezielle Menschen bauen freiwillig an einer Wissensdatenbank mit. Deswegen ist Quora…nun ja, ich würde meine Aktien eher dort anlegen, wo Homers Bedürfnisse gestillt werden.
Wird es solche Mashups in Zukunft noch auf YouTube geben? Unsere GEMA darf YouTube nach dem jüngsten Gerichtsurteil dazu zwingen, eine Filtersoftware einzusetzen. Diese durchsucht dann vor jedem Upload sämtliche Videos nach “Urheberrechtsverletzungen” und blockiert sie dann. Dieses Video zB ist halb “geklaut” (Filmaterial) und halb “kreativ” (neuer Ton, neue Texte.). Ist das jetzt legal oder illegal? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass ich sowas auch in Zukunft auf YouTube sehen möchte.
(Anm.: Crosspost von mir anlässlich der informare!) Werden Information Professionals demnächst von “Information Amateuren” ersetzt? Diese Frage stelle ich mir als Information Amateur, wenn ich Tools entdecke, mit denen sich kinderleicht “Big Data” auswerten lässt. Momentan sind zB Services, mit denen man sehr einfach sehr imposante Infografiken erstellen kann populär. Oder ich denke an die stetig wachsende Selftracking-Szene: Das sind Nerds, die mit handelsüblichen Apps exakte Daten über den eigenen Körper erstellen. Diese Selftracker können damit ihre Gesundheit bald besser als der Profi (hier Arzt!) mitsamt seinen Experten-Tools einschätzen. Und mit einem guten Social Media Monitoring Tool kann wirklich jeder eine der spannendsten Big Data im Web auswerten: Tweets! Anhand von Tweets werden bereits Epidemie-Risiken, Wahlkampf-Dramen oder die nächsten Oscar-Preisträger berechnet. Nur: All das machen nicht unbedingt klassisch ausgebildete Imformation Professionals. Sondern User, die einfach eine gewisse Filterkompetenz und Zugang zu guten Tools haben. Und wenn die gesamte Entwicklung im Web alte Hierachien niederreisst und zur Selbstermächtigung der User führt: Warum sollten ausgerechnet Information Professionals die Deutungshoheit über ihr Expertengebiet behalten?
In meiner kleinen beschaulichen Filterbubble lese ich mehr Artikel, die irgendwie “pro” Digitalisierung sind als, nun ja, “analoge” Argumente. Umso mehr horchte ich auf als mir gestern ein Bekannter - der selbst DJ und und House-Produzent ist - ein Interview mit Dj Ricardo Villalobos schickte. Denn dieser ist ein erklärter Vorkämpfer für das Analoge, das Nicht-Kopierbare. Der Artikel ist furchtbar lang und um die lange Geschichte kurz zu machen: Ich glaube, das Ricardos Kampf gegen die digitale Postscarcity-Gesellschaft und für eine künstliche Verknappung (Vinyl only!) eher “drollig” ist. Dennoch ist es faszinierend zu lesen, wie der Techno-DJ alte Infrastrukturen wiederbeleben will. Etwa in dem er seine DJ-Mixe nur als limitiertes Vinyl an Freunde versendet und keine digitalen Files erstellt. Ricardo gehört demnach der Vinly-Only-Fraktion, die ich bereits in einem Gastbeitrag kritisierte. Denn Vinyl ist heute der kultisch verehrte Rettungsanker für aller sich elitär fühlenden Musikschaffenden: Man kann es im Gegensatz zur mp3-datei so schön knapp halten und die Zugänge kontrollieren. Und mp3s ins Web stellen - da kann ja jeder kommen! Ricardo will dagegen alte Gatekeeper zurück, etwas Labels oder Plattenläden:
Bei den digitalen Releases wird Musik ja oft einfach so ins Netz gestellt, ohne einen Qualitätsfilter zu durchlaufen. Wenn man eine Platte kauft, dann haben schon fünf oder sechs Leute entschieden, dass sie gut und notwendig ist.
Ricardo findet es auch schlimm, wenn DJs sich via Facebook und Twitter selbst promoten. Und noch schlimmer: Die Fans wollen im Social Web einfach so mit ihm reden und seine DJ-Sets bewerten!
Ich möchte auch nicht wissen, ob jemand meinen Track oder mein Set gut oder schlecht fand. Wenn es einer nicht gut fand und er schreibt das im Internet, kann so eine subjektive Meinung zum Riesen werden, obwohl 300 andere es gut fanden. Das darf nicht sein.
Ironischerweise ist unter dem Interview ein DJ-Set von Ricardo via YouTube eingebettet. Ihr könnt es ja liken und twittern - aber bitte nicht kommentieren. Ricardo möchte das nicht…